PETERSBURGER HÄNGUNG

 

Austellung in der galerie Peripherie in Tübingen  20.1.2012

 

"Der Raum hat es in sich , mit über 9 Meter hohen Wänden die von Türen und Vertiefungen durchbrochen sind ,bleibt bei genauer Analyse relativ wenig effektive Fläche zum Hängen von Bildern, erst recht von großen Formaten .

 

Thomas Nolden , hat sich die Galerie vorher genau angeschaut und ein Konzept für seine Hängung überlegt dass er Petersburger Hängung 1nennt. Genau genommen hat er das Prinzip der Petersburger Hängung, um eine weitere Spielform des Bilderaufhängens erweitert: Nur ein kleiner Teil der Arbeiten hängt unmittelbar an der Wand , während ein Großteil der Arbeiten an Nylonfäden mit einem Abstand von gefühlten 30 cm vor der Wand schwebt ,

 

So entstehen zu den unterschiedlichen Höhen auch zwei räumliche Ebenen .

Vor allem aber eine Unabhängigkeit der Malerei von Nischen und Türen und anderen Unterbrechungen der wunderbaren großen Wände in der Galerie Peripherie.

 

Und viel Malerei kann er durch diesen Kunstgriff zeigen.

 

Der Eingangsbereich der Galerie dient der Präsentation von 9 kleinformtigen Studien die er plein air am Neckar,an der Jagst oder auch im Kochartgraben gemalt hat, sie zeigen eine unmittelbare Auseinadersetzung mit den Farben und Strukturen der Landschaft , als wollten sie den Betrachter auf die großformatigen Bilder vorbereiten .

 

In Diesen sind nur noch Assoziationen von Landschaften übrig geblieben , die Landschaft hat sich in eine differenziertes Raumerlebnis , der Strich in eine die Frabfläche Strukturierenden Rhythmus verwandelt. So wird der Betrachter hineingezogen in den Raum der Bilder ,in eine reiche und differenzierte Malerei und in den Raum der Galerie der je nach Standort einen anderen Aspekt der Bilder vertieft.

Im Prozess der Bildbetrachtung bewegt sich der Betrachter in eine malerische Situation, die einem Lied oder Gedicht vergleichbar eine spezifische künstlerische Aussage formuliert.

Er gerät in eine Betrachtungsweise, die sich ablöst von den Fragen nach der Gegenständlichkeit oder Ungegenständlichkeit , zugunsten einer kontemplativen Erfassung von malerischer Komplexität "

 

Thomas Nolden hat in Köln , Frankfurt und New York studiert , er lebt und arbeitet in Ammerbuch und unterrichtet Ölmalerei im Zeicheninstitut der Universität Tübingen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 4.3 im Sudhaus zu sehen Öffnungszeiten Do-So 17-20 Uhr . www.thomas-nolden.de